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Renato Rocchinotti

Porträt Renato Rocchinotti
Renato Rocchinotti (2023)

Renato Rocchinotti (*reˈnɑːtoʊ ˌrɔkɪˈnɔti]; 24. Mai 1960 in Bremgarten AG) ist Schweizer Musiker, Sänger, Ex-Bau- und Immobilien-Unternehmer.

Leben

Renato Rocchinottis Urgrossvater wanderte 1916 in die Schweiz ein und gründete 1920 am Mutschellen im Mittelland das gleichnamige Baugeschäft, das heute in 5. Generation geführt wird.

Schon in der Primarschule gründete Renato Rocchinotti mit vier Schulkollegen die erste Band. Sie nannten sich Top Secret und sie blieben das auch. Sein Spitzname «Rocky» erinnert bis heute an jene Zeit. Mit elf Jahren erhielt er seine erste Gitarre, eine Ibanez. Die Begeisterung für das Instrument reichte jedoch nicht über den Status eines flotten Rhythmus-Gitarristen hinaus. Das genügte aber bereits für Auftritte in allen möglichen Turnhallen und sonstigen Sälen in der Gegend rund um Bremgarten. Sunset, wie seine zweite Band hiess, erntete erste redaktionelle Beachtung, u.a. in der Zeitschrift «Music Scene». Der Sänger mit der charismatischen Stimme wurde als Schweizer Neil Diamond tituliert. Mit dem Aufkommen des Filmes «Rocky» wurde der Musikstil der Band etwas härter. 1987 nahm der Leadsänger unter dem Namen Renato R. seine erste Single «Living » auf. 1988 folgte dann eine LP zusammen mit Musikpartner Rolf Bischofberger. Sie nannten sich New Affair. Die LP erschien beim Label Elite Special und erhielt kantonsübergreifende Beachtung. Die Radiolandschaft war zu dieser Zeit geprägt von vielen neuen Privatstationen. Ihre Songs wurden im ganzen Land vorgestellt, gespielt und viele Interviewtermine in der Schweiz und sogar bis in den Süddeutschen Raum folgten.

Howdy

Noch stärkere Resonanzen erhielt Renato Rocchinotti mit seiner nächsten Formation, der Country-Rockband Howdy. Ab 2001 waren sie mehrfach die Lokalhelden am populären Schupfart-Festival. Mehrere Male trat das Quintett im Schweizer Fernsehen auf, Ende 1999 sogar in der Samstagabendshow «Top Of Switzerland». Die Band galt bei Live-Auftritten als ein sicherer Wert, reihte einen Gig an den nächsten und machte sich an Country-Anlässen, Biker-Treffen, Festivals, Clubabenden und sonstigen Events rasch viele Freunde. Sie spielten auf der Hauptbühne des Lauberhorn-Skirennens in Wengen, traten zweimal an der Landesausstellung der Expo 02 in Biel auf und waren sogar offizieller Vertreter des Kantons Aargau an der Schlussfeier in Yverdon. Howdy rockten 2003 den Love-Ride in Dübendorf und genauso das Westfest 2010 in Zürich.

Schon mit ihrem Bandnamen trafen die fünf Aargauer Musiker damals den Zeitgeist. «Howdy» war der Trendausdruck unter coolen Jugendlichen – oder solchen, die sich dafür hielten. Man sagte die kurze, lässige, amerikanische Grussform statt dem althergebrachten «How Do You Do?». Die Österreicher Jugendlichen fanden das auch cool, brauchten es statt «Servus, wie geht’s?». In Spanien ersetzte es «Hola, que tal?, in Frankreich «Salut, ça va?» und so weiter und so fort. Howdy ritten oben auf der Welle. Sie verstanden es, mit eigenen Songs in englischer Sprache (in ihrer Heimat auch mit Songs in Schweizer Mundart) und mit klug gewählten Coversongs ein immer grösseres Publikum zu begeistern. Der Bandname war sozusagen ihr Schlachtruf. Die Musiker von Howdy waren Stimmungsgaranten und erhielten Einladungen ins Ausland, auch an grosse europäische Festivals, wie nach Mirande (F), oder ans Donauinselfest Wien (A). Zweimal 1999 und 2001 wurden sie von der ECMA (European Country Music Association) sogar als «European Band Of The Year» nominiert und erreichten Platz 2. Die US-Plattenfirma Comstock Records aus Arizona sandte einen Vertrag. Das Indie-Label veröffentlichte die CD «Still Straight» auch in der USA. 2007 spielten Howdy in nur zwei Studiotagen live die CD «Straight Covered» ein. Das geriet zu einer tönenden Visitenkarte für internationale Veranstalter und noch mehr Auftritte folgten. 2019, nach 25 abenteuerlichen Jahren, war dann mit Howdy und ihrer Country-Music Schluss.

Solo Projekt

In den Jahren darauf lernte Renato Rocchinotti den Bremgartner Künstler und Musiker Urs Bader kennen und schätzen. Dieser war von Rocchinottis autobiografischen Songtexten fasziniert und vernetzte ihn mit erstklassigen deutschen Session-Rockmusikern und dem Schweizer Produzenten Matthias Heimlicher. Es wuchs rasch eine Freundschaft unter den Musikern. Daraus und mit dem in Deutschland stark gefragten Gitarristen Klaus Bittner entstanden zehn rockige, dem Bluesrock zugewandte Songs für das erste Soloalbum von Renato Rocchinotti «Black Shadows In The Dark». Es erscheint am 28. August 2025 auf Blue Martin-Records und wird sowohl als Vinyl-, CD-Album, als auch auf allen gängigen Streaming-Plattformen veröffentlicht.

Diskografie

→ Artikel: Begrifferklärung

Studioalben

  • 1988: NEW AFFAIR - Live It Up
  • 1996: HOWDY - Straight
  • 1999: HOWDY - Still Straight (Comstock Records)
  • 2003: HOWDY - Fadegrad (Blue Martin Records/K-tel)
  • 2007: HOWDY - Straight Covered (Elite Special)
  • 2025: RENATO ROCCHINOTTI - Black Shadows In The Dark (Blue Martin Records)

Singles

  • 1987: RENATO R. – Living
  • 2003: HOWDY - Saurer (4er Single fürs Verkehrshaus Luzern)
  • 2005: HOWDY - D’Zyt lauft (K-tel)
  • 2025: RENATO ROCCHINOTTI - Peter’s Blues
  • 2025: RENATO ROCCHINOTTI - Two Of Us
  • 2025: RENATO ROCCHINOTTI - Run For Music

Einzelnachweise

  1. ↑ www.is-music.ch/HOWDYBio2011IS.pdf; HOWDY – country rock … original …
  2. ↑ www.cede.ch; HOWDY auf CeDe.ch
  3. ↑ www.bremgarterbezirksanzeiger.ch/grosse-tv-show-begeistert; Lokaler Medienbericht (BBA)

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Mai 2025 um 22.45 Uhr bearbeitet.

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